Anfang Juli starteten wir bei sonnigem Wetter unseren Ausflug mit einem Doppeldecker-Bus in Richtung Waldburg zur „vom Fass“ Manufaktur. Bei der Führung lernten wir alles über die Verarbeitung und Erzeugnisse von heimischem Streuobst. Nach verschiedenen „Probiererle“ fiel uns beim Einkaufen direkt im Laden nebenan mit den feinsten Produkten die Auswahl schwer: Saft, Essig, Öl, Marmelade, Gewürze, Spirituosen und vieles mehr. Unser reichhaltiges 2. Frühstück mit unzähligen Leckereien und „Gmischte“ (Leberkäs und Fleischsalat im Wecken) ist schon Tradition und fester Bestandteil unserer Ausflüge. Die Fahrt ging weiter nach Isny, hier lud uns der schöne Markplatz mit den Wasserfontänen und Sitzgelegenheiten zum Verweilen ein. Bei der Stadtführung tauchten wir in die Geschichte der historischen Altstadt ein: Rathaus, Wehrgang der Stadtmauer, Kirchen und eine Kunstausstellung im Schloss, das einst ein Benediktinerkloster war; ein Streifzug durch eine jahrhundertealte Zeit. Nach Kaffee, Kuchen und/oder Eisbecher ging es wieder zurück in die Heimat. Rainer und sein Team verwöhnten uns beim Abendessen mit feinen Speisen aus der Restaurant-Karpfen-Küche und so ließen wir einen tollen Ausflugstag vollgepackt mit Erlebnissen und Eindrücken ausklingen, um wieder einmal zu sagen: „Scheee war’s!“

Kirchenpatrozinium
Unserem letzten Gottesdienst unter der Leitung von Herbert Roth in der Kirche Maria Himmelfahrt blickten wir wehmütig entgegen. Die lateinische Messe Missa brevis in C von L.B. Est für 4-stimmigen Chor, Streicher, Flöte, Klarinetten und Orgel war noch einmal etwas ganz Besonderes. Das wunderschöne Ave Maria der Maori sorgte für Gänsehautmomente und Tränen in den Augen.
Für die feierliche instrumentale Begleitung danken wir herzlich: Dr. Peter Seeland und Bernhard Beck (Violine), Andrea Neugebauer (Cello), Melissa Kern und Mario Reichle (Klarinette), Deborah Huttner (Flöte) und Martina Specker (Orgel).
Verabschiedung Dirigent Herbert Roth
Besonders emotional haben wir in diesem Gottesdienst unseren langjährigen und geschätzten Dirigenten Herbert Roth verabschiedet. „Es ist an der Zeit, für viele schöne gemeinsame Jahre DANKE zu sagen. Wir haben viel miteinander erlebt, geprobt, gesungen und gelacht“ so die erste Vorständin Evi Kern. Mit unermüdlichem Einsatz, vielen Ideen und seiner Begeisterung hat es Herbert verstanden, uns zu motivieren und darüber hinaus bei den vielen Konzerten und Messen uns mit Herzblut und Feuereifer anzustecken und mitzureißen. „Dies alles machte Herbert in den letzten 25 Jahren zu einem ganz besonderen Menschen und Freund“, sagte Evi Kern tief bewegt und überreichte eine Urkunde zum Ehrendirigenten. Ein herzlicher Dank mit einem Blumenstrauß ging auch an seine Frau Angelika, die ihm stets all die Jahre den Rücken freigehalten hatte. Ein Gutschein für das Festspielhaus Füssen überreichte Evi Kern den beiden für eine kleine Auszeit im Allgäu.
Den Dirigentenstab wird Jan Oexle aus Pfullendorf übernehmen und künftig den Kirchenchor Illmensee leiten. Der Illmenseer Orgel bleibt Herbert Roth treu und wird uns mit seinem leidenschaftlichen Orgelspiel weiterhin in der Kirche verzaubern.

Bauernkriegstheater
Zeit- und gesangsintensive Monate liegen hinter uns für das Bauernkriegstheater „Freiheit! Allzeit!“. Es galt 11 Stücke zu lernen, die Uli Führe aus Freiburg mit Texten von Jörg Ehni in einer Hauruck-Aktion eigens für unseren Chor bzw. für Illmensee komponiert hat. Sofort haben uns die Stücke in den Bann gezogen und wir tauchten in mannigfaltige Gefühlswelten ein: Hierarchie und Unterdrückung, Wut und Kampf, Blut und Tod, Hoffnung und Frieden, das alles konnte Uli Führe in einer gewaltigen Vertonung widerspiegeln. Für uns als Kirchenchor eine ganz neue Erfahrung: viele Takt- und Tonartwechsel, Umswitchen von Unisono und Mehrstimmigkeit, Ausdrucksstärke passend zu jeder neuen Szene – eine enorme Herausforderung für Dirigent und Chor. Dann war er da, der große Auftritt in der Drei-Seen-Halle: Zu den fesselnden Szenen auf der Bühne setzten wir die musikalischen Akzente. Volker Bals begleitete uns bravourös am Klavier und Matthias Reichle verschärfte mit der Trommel besonders düstere Szenen.
Vor allem unser Dirigent Herbert hatte eine anstrengende und schweißtreibende Probenzeit. Dafür ein herzlicher Dank! Etwas ganz Besonderes ging für uns zu Ende mit vielen Erlebnissen, Gänsehautmomenten, Begegnungen. Wir sind stolz, dass wir bei so einem großartigen Projekt dabei sein durften, zusammen mit allen Mitwirkenden und den vielen Akteuren, die in ihren für sie maßgeschneiderten Rollen und großer Schauspielkunst ein sensationelles Theater auf die Bühne gezaubert haben.



Jahresabschlussfest
Einen heiteren Abend erlebten wir Anfang Januar wieder bei unserem Jahresabschlussfest. Unsere 1. Vorsitzende Evi Kern begrüßte die zahlreich Gekommenen und dankte allen Chormitgliedern und Partnern für die Unterstützung im vergangenen Jahr. Nach einem äußerst leckeren Buffett vom Seehof mussten wir bei einem Lieder-Ratespiel unsere grauen Gehirnzellen wachrütteln. Es galt Songs, bunt gemischt aus den letzten Jahrzehnten, dem exakten Erscheinungsjahr zuzuordnen bzw. zu erraten. Dabei flogen uns echt „alte Schinken“ sowie „neumodische Mucke“ aus der Musikbox um die Ohren, bei denen wir uns entweder mit „häää?“ fragend ansahen oder beim „knallroten Gummiboot“ lauthals mitgrölten. Nachdem wir bei den selbstgemachten Desserts noch einmal richtig schlemmen konnten, wieder viel Zeit „zum Schwätze“ hatten, machten wir uns nach einem wirklich schönen Abend auf den Heimweg.


